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Montag, 8. Februar 2010
Dünne Luft auf der Zugspitze macht schlank

München – Wenn das keine Werbung für den alpinen Fremdenverkehr ist. Zwanzig adipöse Teilnehmer einer Studie in Obesity (2010; doi: 10.1038/oby.2009.509) nahmen während eines einwöchigen Aufenthalts auf der Zugspitze 3 Pfund an Gewicht ab, ohne dass sie sich dafür körperlich anstrengen oder eine Diät einhalten mussten.

Dass Menschen unter der Einwirkung der Höhenluft abnehmen, war bekannt. Unklar war jedoch, ob dies auf die hypobare Hypoxie oder andere Faktoren, etwa den körperlichen Anstrengungen beim Bergwandern, zurückzuführen ist.

Den Teilnehmern der Studie, die Florian Lippl von der Ludwig-Maximilians-Universität München und Mitarbeiter durchführten, blieben diese Strapazen erspart. Sie erreichten das Schneefernerhaus, wo die Universität eine Forschungsstation betreibt, mit der Zugspitzbahn.

Und auch der Aufenthalt in 2.650 Metern über Normalnull wurde nicht durch präventive Aktivitäten getrübt. Die Mittfünfziziger bewegten sich nicht mehr als zuhause (wie die Podometeraufzeichnungen zeigen), und essen durften sie, bis sie satt waren.

Die Sättigung trat allerdings früher ein als in ihrer gewohnten Umgebung. Die adipösen Männer (Durchschnitts-BMI 33,7) nahmen täglich etwas mehr als 2.000 Kalorien zu sich, 700 weniger als gewöhnlich. Es ist nicht ganz klar, ob der Umstand, dass sie an einer Studie teilnahmen, eine Rolle spielte.

Insgesamt dürfte aber die Höhenluft für den gedämpften Appetit verantwortlich sein, glauben die Forscher. Der geringere Appetit erklärt allerdings nur einen Teile der Gewichtsabnahmen (etwa 2 Pfund). Den Rest führen die Forscher auf eine Steigerung des Grundumsatzes zurück, ausgelöst durch den Aufenthalt an der Höhenluft.

Der genaue Pathomechanismus ist unklar. Interessanterweise hatten die Probanden erhöhte Leptinkonzentration im Blut. Normalerweise kommt es zu einem Abfall dieses Hormons, wenn die Nahrungszufuhr gemindert wird.

Neben der Gewichtsabnahme kam es übrigens auch zu einem Abfall des diastolischen Blutdrucks. Positive Auswirkungen waren auch bei einer Nachuntersuchung vier Wochen nach der Rückkehr nachweisbar. © rme/aerzteblatt.de

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adonis am Dienstag, 9. Februar 2010, 11:00
Auch wenn sie die Seilbahn benutzen?
ansonsten kann ich mich nur meinem Vorredner anschliessen.
promisit am Dienstag, 9. Februar 2010, 08:08
Übergewicht auf die Zugspitze
Was ist die Quintessenz einer solchen Studie ?
Alle Dicke auf die Zugspitze ?
Dann ist Deutschland leer und die Zugspitze voll.
Ob der Berg das aushält, dessen Spitze ohnehin schon mit Sicherungseisen und Kontrolleinrichtungen versehen ist ?
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